Tag: Bücherwurm

Carolin Emcke — Gegen den Hass

Car­olin Emcke befasst sich in ihrem aktuel­len Buch mit den aufkeimenden und gediehenen nation­al­is­tis­chen Posi­tio­nen in Deutsch­land und darüber hin­aus, wobei sie einen Akzent set­zen möchte für die Vertei­di­gung von Min­der­heit­en im Lichte des Pop­ulis­mus dieser Zeit. Sie bril­liert an den Stel­len, an denen sie Posi­tio­nen als diskri­m­inierend und polemisierend demask­iert, indem sie die Posi­tion unaufgeregt entschlüs­selt.

Weniger überzeu­gend ist Emcke allerd­ings in ihrer Einord­nung von Posi­tio­nen in einen his­torischen oder wis­senschaftlichen Kon­text. So bes­timmt sie die “Parteilichkeit der Ver­standeswaage” aus ein­er Textstelle aus Kants “Träume eines Geis­terse­hers”, d.i. ein Text vor dessen so genan­nter kri­tis­chen Phase, als “Vor­ein­genom­men­heit durch die Hoff­nung”, wobei es an der betr­e­f­fend­en Stelle im Kan­tis­chen Text über­haupt nicht um Hoff­nung geht. Um Hoff­nung geht es bei Kant in der Reli­gion­sphiloso­phie. So ein Name­drop­ping ist so wenig überzeu­gend wie beein­druck­end.

Und auch wenn andere Stel­len in ihrer gewoll­ten Belehrung eher ner­ven als ein­nehmen, ist das Buch wegen der Analy­se­fährigkeit der Autor­in empfehlenswert.

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Das Buch gibt es derzeit in ein­er Son­der­aus­gabe bei der Bun­deszen­trale für poli­tis­che Bil­dung für 4,50€.

Buchtipp ab 14: James Priomos — 12 things to do before you crash and burn

jamesproimos Dieses Buch ist ein Jugend­buch, das wegen seines Witzes und der Kürze sein­er Einzelepiso­den dur­chaus auch für Erwach­sene inter­es­sant ist:

Herc’ wird nach dem Tod seines Vaters zu seinem Onkel geschickt. Und der stellt ihm für die Zeit seines Aufen­thalts 12 Auf­gaben, die er wie sein Namensge­ber Tag für Tag zu bewälti­gen hat:

  1. Such dir eine Auf­gabe.
  2. Finde den besten Piz­za­laden der Stadt.
  3. Räum die Garage auf.
  4. Mis­te die Ställe auf der River­bend Farm aus.
  5. Setz dich unter einen Baum und lies ein kom­pettes Buch.
  6. Beg­ib dich an einen Ort der Huldigung und des Gebets.
  7. Geh zu sieben Bewer­bungs­ge­sprächen.
  8. Ver­bring den Tag mit großen Gedanken, Schreib sie auf.
  9. Iss eine Mahlzeit mit einem Unebkan­nten.
  10. Mach etwas für mich.
  11. Trag auf der Mit­ter­nacht­slyrik­le­sung im Blake’s Cof­fee Shop ein Gedicht vor.
  12. Been­de deine Auf­gabe.

Die Geschicht­en behal­ten dank guter Über­set­zung von Uwe-Michael Gutzschhahn den mitun­ter schrof­fen Stil des Orig­i­nals und erheit­ern durch wieder­holte Aushe­belung der Erwartun­gen des Lesers.

»Direkt, knapp und kraftvoll erzählt James Proimos vom Ver­loren­sein und Scheit­ern, vom Ver­ste­hen und Neuzusam­menset­zen.«
Die Zeit

Buchtipp ab 14: Janne Teller — Nichts

jannetellernichtsDieses Buch wur­de in Däne­mark schon 2000 aufgelegt, schaffte es aber erst 2010 in deutscher Über­set­zung in hiesige Bücher­lä­den. In Däne­mark verur­sachte das Buch einen kleinen Skan­dal — und das nicht ohne Grund.

Das Buch han­delt von ein­er Grup­pe Jugendlicher, die sich von einem ihre Mitschüler provoziert fühlt. Dieser ste­ht einges Tages in der Klasse auf und verkün­det, dass sein­er Mei­n­ung nach nichts in der Welt von Bedeu­tung sei. Daraufhin schaf­fen die Jugendlichen einen Schrot­tberg, auf dem sie Dinge ver­bren­nen, die ihnen wichtig sind. Die Aktion artet in psy­chis­cher und kör­per­licher Gewalt aus.

Jan­ne Tellers Roman, zu dem es bei Wikipedia eine aus­führliche Inhalt­sangabe gibt, besticht durch sprach­liche Präzi­sion und ein­er ner­ve­naufreiben­den Geschichte. In bezug auf Jugendge­walt ist der Roman nicht zim­per­lich, was für einige, aber sicher­lich nicht alle Jugendliche real­itäts­fern ist. Insofern ist dieser Buchtipp vielle­icht nicht für jeden Schüler etwas, aber ger­ade für eine Befas­sung mit dem The­ma Jugendge­walt und Werte ist das Buch eine geeignete Vor­lage.

Mary Scherpe — An jedem einzelnen Tag

scherpetagMary Scher­pe ist eine bekan­nte Mode­blog­ger­in. Und sie hat einen Stalk­er. Der schickt ihr tagtäglich irgendwelche Dinge, mis­cht sich in ihre Pri­vatleben ein, kon­tak­tiert Fre­un­de, ver­fol­gt sie. In diesem Buch schreibt sie nieder, was passiert ist. Wie sie ver­sucht hat, ihn zu brem­sen, ihn zu ver­ste­hen, ihm zu helfen. Wie sie scheit­erte und wie es ihr zuset­zte.

Die Stärke des Buch­es ist, dass Scher­pe nicht in fem­i­nis­tis­che Klis­chees abwan­dert, ihre eigene Rolle nicht merk­lich schön­schreibt und sprach­lich sehr gut for­muliert. So ist der Leser erstaunt, was ihr alles wider­fährt, aber auch irri­tiert, weswe­gen sie ihn vor Fre­un­den ern­sthaft als Affäre kaschiert oder ver­sucht, sich seines Prob­lems anzunehmen.

Das Buch ist nicht moral­isierend, nicht objek­tiv, aber offen und schildert, wie Stalk­ing heutzu­tage von­stat­tenge­ht. Und es ist ein Plä­doy­er dafür, sich zu wehren, wenn man ange­gan­gen wird.

Mary Scher­pe, An jedem einzel­nen Tag. Mein Leben mit einem Stalk­er, Bastei Lübbe, 14,99€ (gebun­dene Ausgabe)/ 11,99€ (eBook)

Jens Mühling — Mein russisches Abenteuer

muehlingDieses Buch ist eine Art Road-Movie zwis­chen Buchdeck­eln quer durch Rus­s­land und die Ukraine. Müh­ling ist auf der Suche nach wahren Geschicht­en, von denen ihm ein Fre­und mal sagte, es gäbe sie nur in Rus­s­land zu find­en. So macht er sich eines Tages auf den Weg, Agaf­ja Lykowa zu tre­f­fen, was sich als waghal­siges, wenn nicht gar lebens­ge­fährlich­es Aben­teuer erweist.

Man lernt in diesem Buch vieles über die Geschichte Rus­s­lands und einiges über den Umgang mit Russen. Agaf­ja Lykowa ist wohl die Dame in diesem Video:

Ein sehr lesenswert­er Schmök­er für alle, die mal einen Blick über den Teller­rand wagen wol­len.

Buchtipp ab 14: Agnes Hammer — Ich blogg dich weg!

ichbloggdichwegJule ist ein junges Mäd­chen, das mit ihrer Band beim Schulfest auftreten soll. Dann erhält sie jedoch anonyme E-Mails, Beschimp­fun­gen und Dro­hun­gen. Ein Fake-Pro­fil von ihr taucht im Inter­net auf und ihr wird nahe gelegt, die Band zu ver­lassen. In dieser starken Bedräng­nis kommt es schließlich zur gewalt­täti­gen Auseinan­der­set­zung.

Das Buch von Agnes Ham­mer behan­delt ein sehr aktuelles The­ma: Die Prob­lematik, dass Jugendliche ein­er­seits in der realen und ander­er­seits in der virtuel­len Welt unter­wegs sind, und es schwierig wird, wenn Prob­le­me der einen Sphäre mit der anderen in Berührung kom­men.

Was der Leser schnell merkt, ist, dass es sich hier­bei um eine klas­sis­che Schullek­türe han­delt, und das ist auch schon das Manko des Buch­es, wenn man so will: Die Geschichte ist über­raschungsarm, vorherse­hbar, das klas­sis­che Prob­lem, dass die jugendliche Erzäh­ler­in mit mitun­ter arg ver­schachtel­teln Sätzen alles andere als jugendlich klingt, sowie dass sich die Akteure für Jugendliche doch sehr abgek­lärt ver­hal­ten. Bei ero­tis­chen Sit­u­a­tio­nen wirkt die polit­i­cal cor­rect­ness dann schon mal belusti­gend.

Aber als Schullek­türe, und für eine kom­mu­nika­tive Behand­lung durch Jugendliche ist das Buch, das einen für Jugendliche sehr fairen Preis hat, sicher­lich her­vor­ra­gend geeignet.

Buchtipp ab 16: David Foster Wallace — Das hier ist Wasser

Den Text gibt es ger­ade als 99-Cent-E-Book-Aus­gabe und dann kann man sich sowas schon mal fix durch­le­sen. Wal­lace’ Rede an Anfänger eines geis­teswis­senschaftlichen Studi­ums und irgend­wie auch jeden, der seinen Kopf ern­sthaft beschäftigt, ist eine Rückbesin­nung darauf, dass es im Leben auch stark darum geht, das eigene Denkver­mö­gen in den Griff zu bekom­men. Sicher, das alles ist irgend­wie Descartes ohne Descartes zu nen­nen. Aber es ist pep­pig vor­ge­tra­gen und nahe am Zuhör­er aus­ge­drückt, und so hört man Wal­lace gerne zu. Auf Youtube kann man sich die Rede auch im Orig­i­nal anhören. Bit­ter, dass der­jenige, der hier Her­anwach­senden darauf vor­bere­it­en will, sich darauf einzustel­len, wie man 50 wird ohne sich eine Kugel in den Kopf zu schießen, selb­st keine 50 gewor­den ist. Der Umgang mit Medika­menten ist eben noch ein anderes The­ma.

Buchtipp für Eltern: Netzgemüse

Wei­h­nacht­en ste­ht vor der Tür und vielerorts wer­den nun die Buch­lä­den durch­stöbert, um inter­es­san­te lit­er­arische Sachen aus­find­ig zu machen. Ich habe mir mal Net­zgemüse von Tan­ja und John­ny Haeusler, der auch unter spreeblick.de blog­gt, angeschaut. In diesem Fall ist es vielle­icht hil­fre­ich, die bei­den erst selb­st zu Wort kom­men zu lassen:

Jet­zt kann man zunäch­st ein­mal fest­stel­len, dass es hier eine dicke Mark­tlücke gibt. Das Inter­net ist in vie­len Facetten nicht leicht zu ver­ste­hen. Das macht beson­ders dann Prob­le­me, wenn Eltern darüber nach­denken, wie sie ihre Kinder im Inter­net begleit­en. Und das tut Not, denn im Inter­net lauern rechtliche und per­sön­liche Gefahren. Ander­er­seits bewe­gen sich Inter­net­nutzer ziem­lich frei und unge­bun­den durch das Netz. Worauf sol­len sich Eltern daher ein­stel­len?

Das ist in etwa die Frage, der das Ehep­aar Haeusler nachge­ht. Sicher­lich ist das Buch so geschrieben und wird so präsen­tiert, dass es sich irgend­wie ren­tiert. Insofern ist dieser Ein­trag auch schon wieder eine Form von Wer­bung. Aber ander­er­seits bin ich davon überzeugt, dass das Buch die Auf­gabe, Eltern für ihre Auf­gabe, Kinder im Umgang mit dem Inter­net ver­ant­wor­tungsvoll zu begleit­en, gut erfüllt.

Jet­zt kön­nte ich auch am Buch rum­mosern über manchen gram­ma­tis­ch nicht ganz so per­fek­ten Satzbau, verkürzte und somit falsch wirk­ende Darstel­lun­gen oder den Begriff Net­zgemüse, der mich das ganze Buch gestört hat. Da mein Fokus aber darauf gerichtet ist, her­auszufind­en, ob dieses Buch Eltern eine Hil­fe sein kann, schiebe ich das mal ganz bei­seite.

Und wenn das erst­mal bei­seite geschoben ist fällt zunäch­st die große Band­bre­ite auf, die das Buch umfasst: Es han­delt den Umgang mit Com­put­er­spie­len, ille­gale Down­loads, Inter­net­di­en­sten, Blogs, Mob­bing, Pseu­do­ny­men, sozialen Kom­pe­ten­zen, Taschen­geld, Smart­phones und und und ab. Ich habe auf Anhieb nichts gefun­den, was ich ver­mis­se. Alle The­men wer­den zwar nur angeris­sen und Beispiele und Lösungsan­sätze von wirk­lich schwieri­gen Prob­le­men kom­men nicht vor. Das ist aber für ein Eis­ntiegs­buch in die Materie nicht weit­er schlimm. Die Frage wäre eh, ob man ein solch­es Buch nicht über­frachtete, wenn man zu viele Lösun­gen anbi­eten woll­te.

Was ich sehr überzeu­gend finde, ist, dass die Autoren heik­le The­men wie Pornografie im Inter­net, die von Jugendlichen kon­sum­iert wer­den kann, nicht umschif­f­en.

Das Buch braucht zwar etwa 100 Seit­en um richtig in Schwung zu kom­men, trifft aber dann den richti­gen Ton. Wer also Eltern ken­nt oder sel­ber erze­hungs­berechtigt ist, dem lege ich dieses Buch wärm­stens ans Herz.

Buchtipp: Christoph Süß — Morgen letzter Tag!

- Ich und Du und der Wel­tun­ter­gang

Christoph Süß ist wohl der geistre­ich­ste unter den Humoris­ten im deutschen Fernse­hen, was er wöchentlich in der Poli­tik-Satire-Sendung quer unter Beweis stellt. Mit Mor­gen let­zter Tag!legt er sein zweites Buch vor.Und gle­ich zu Beginn entschuldigt er sich: Eigentlich wolle er zu weniger Kon­sum aufrufen, aber als Autor sei es dann doch sein Bestreben, dass zumin­dest sein Buch sich ordentlich verkauft – son­st nimmt man seine Gedanken, die sich hier­in ver­ber­gen, nicht wahr. Ein Beken­nt­nis zum Wider­spruch, in dem man heutzu­tage oft­mals lebt. Aber Bücher kosten halt Geld, was will man da machen?

Damit, dass das Buch Geld kostet, wird der Leser weniger ein Prob­lem haben. Eher schon mit dem Anbiedern an die Philoso­phie, das Süß untern­immt, was dem Buch einen schalen Beigeschmack hinzufügt. Es sei aber zunäch­st ein­mal fest­ge­hal­ten: Das Buch unter­hält den Leser vorzüglich, ist flott geschrieben, wie man so schön sagt, und die Vam­pir-Zom­bie-The­o­rie am Ende des Buch­es fand ich auch irgend­wo witzig.

Ja, Witz, den hat der, der Süß. Seine Sym­pa­thiew­erte wer­den nicht lei­den durch diesen Schmök­er. Aber das mit der Philoso­phie, das soll­te er vielle­icht doch etwas niedriger hän­gen. Ab Seite 85 geht er der Frage nach, ob es eine vernün­ftige Moral gäbe. Aber bei der Beant­wor­tung dieser Frage übern­immt sich Süß dann doch maßlos. Sie passt eh nicht in dieses Buch. Sein Kant-Rawls-Name­drop­ping und sein Ste­hen­bleiben beim moralis­chen Kon­trak­tu­al­is­mus und Recht­spos­i­tivis­mus wer­den der The­matik nicht gerecht und es wird auch nicht klar, wie weit Süß diese The­matik durch­drun­gen hat oder nicht.

Gle­ich nach diesem Kapitel nimmt das Buch aber wieder an Fahrtwind auf, man soll­te sich also nicht täuschen lassen, dass Süß der Wind aus den Segeln gekom­men wäre. Süß’ Lösun­gen zur Frage, wie man sich heute ver­hal­ten soll, wenn man dem ide­alen Ver­hal­ten eines ver­ant­wor­tungsvoll geführten Lebens immer stark hin­ter­her­hinkt, überzeu­gen nicht, denn es läuft lediglich darauf hin­aus, dieses Hin­ter­her­hinken zu akzep­tieren.

Dabei ist das Gespen­st, das Süß an die Wand malt, nicht von Pappe:

Das Wach­s­tum, das der Welt­bevölkerung, aber auch das von dem, was man im weitesten Sin­ne als “Fortschritt” beze­ich­nen kann, ist direkt an unseren Energie­ver­brauch gekop­pelt. […] Kommt es zu ein­er “Ver­ringerung” (die Anführungsze­ichen ste­hen wegen der im Begriff “Ver­ringerung” ver­steck­ten Scheußlichkeit­en), wird es auch zu ein­er “Ver­ringerung” der Welt­bevölkerung kom­men. Ohne fos­sile Brennstof­fe ist es wahrschein­lich nur möglich, etwa 1,5 Mil­liar­den Men­schen zu ernähren. […] Die Kriege, die in diesem Jahrhun­dert die Men­schen zu dez­imieren dro­hen (zusam­men mit den Hunger­snöten und anderen Grausamkeit­en), wer­den den let­zten Metakrieg lei­der an Schreck­lichkeit wohl weit über­bi­eten. (S. 146f.)

Wenn das mal nicht drama­tis­ch klingt. Süß bringt den Leser sehr gut dazu, sich selb­st mit dem The­ma zu befassen. Und was kann ein Mod­er­a­tor mehr haben wol­len?

Was ein Philosoph mehr haben soll­te, ist eine auf den Punkt genaue Aus­druck­sweise. Und die fehlt diesem Buch lei­der etwas. Denn eigentlich geht es um die Frage: Wie gehe ich mit Wider­sprüchen in meinem Leben um?, was eine eher prak­tis­che und nicht philosophis­che Frage ist. Da wäre zunäch­st ein­mal im jew­eili­gen Fall zu klären, ob ein Wider­spruch vor­liegt oder nur ein schein­bar­er Wider­spruch.

Konkret: Es ist nicht grund­sät­zlich moralis­ch ver­w­er­flich, Fleis­ch zu essen. Es ist schließlich irgend­wo auch ein natür­lich­es Ver­hal­ten. Allerd­ings ist es moralis­ch dur­chaus geboten, darüber nachzu­denken, wie der eigene Fleis­chkon­sum aussieht? Schlägt man im Super­markt immer zu, wenn es bil­lig­stes Fleis­ch gibt? Dann stimmt man wom­öglich zu, dass Tiere unter schreck­lich­sten Bed­i­n­un­gen abgeschlachtet wer­den.

Wenn man Fleis­chessen dem­nach als eine moralis­che Prob­lematik auf­fasst, kann man Fleis­ch essen, auch wenn einem Tiere nicht egal sind. Dar­in beste­ht kein Wider­spruch. Dem Gedanken nach ein­facher wäre es, veg­e­tarisch zu leben, und so auf Kosten weniger Tiere zu leben. In der Prax­is scheint diese Lebensweise aber ein­fach schwieriger zu sein.

Altersempfehlung: Ab 16 Jahre
Preis: Das Buch kostet in gebun­den­er Form 19,99€ und als E-Book 16,99€.

Buchtipp: John Green — Das Schicksal ist ein mieser Verräter

John Green hat eine lustige, tem­pera­mentvolle Geschichte über zwei Jugendliche geschrieben — die Krebs haben. Passt das zum ern­sten The­ma ein­er Kreb­serkrankung?

Inhalt

Hazel ist 16 Jahre alt und ein ziem­lich zynis­ches Mäd­chen. Das liegt wohl an ihrer Krankheit, daran, dass sie seit 3 Jahren nicht mehr zur Schule geht und an ihrer über­für­sor­glichen Mut­ter, die sich Sor­gen macht, dass Hazel zu wenig am All­t­agsleben teil­nimmt. Hazels Welt ändert sich als sie Gus ken­nen lernt, einen Typen, der “echt heiß” ist. Mit ihm macht sie sich auf eine Reise nach Ams­ter­dam — um ihren Lieblingss­chrift­steller zu tre­f­fen. Dort erfahren sie einiges über das Leben von Anne Frank.

Tja, so wenig wie Die neuen Lei­den des jun­gen W. ein Buch über den Sozial­is­mus ist, ist dieses Buch eines über die Krankheit Krebs. Aber das solles auch nicht sein, es ist eines über Jugendliche, die Krebs haben. Und dazu ist es vor allem — genau­so wie Die neuen Lei­den des jun­gen W. — mitreißend geschrieben.

Altersempfehlung: Ab 12 Jahre bis unendlich
Preis: Das Buch kostet in gebun­den­er Form 16,95€, in englis­cher Sprache 12,95€ als Hör­buch 19,99€ und als E-Book 12,99€.