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Jodel

Nach­dem mit ibb.info schon ein semi-anonymes soziales Net­zw­erk online gegan­gen ist, wen­den wir unseren Blick mal kurz Jodel zu. Das ist ein soziales Net­zw­erk, über deren App man lokal und anonym Nachricht­en an seine Umge­bung ver­bre­it­en kann. Ein ähn­lich­es Net­zw­erk gab es mit Aka-Aki schon vor ein paar Jahren, aber das hat­te keinen Erfolg.

Und wenn man in Ibben­büren Jodel anschmeisst, dann ist das etwas reizvoll, weil es eben lokale Nachricht­en sind, die unlängst abgeschickt wur­den. Ander­er­seits ist es der alt­bekan­nte Wust aus Katzen­bildern, Witzen und Fra­gen an die Masse, den man schon von Face­book her ken­nt. Inter­es­sant ist allerd­ings, dass Jodel bis­lang nicht mit auf­dringlich­er Wer­bung nervt.

In Jodel kann man die Beiträge ander­er bew­erten, man kann aber nie­man­den abon­nieren, keine Ver­linkun­gen set­zen außer über Hash­tags und kein eigenes Pro­fil ein­richt­en. Immer­hin kann man eine Heimat­stadt auswählen, in der man kom­mu­nizieren kann, auch wenn man sich ger­ade woan­ders aufhält.

Etwas Vor­sicht ist beim Ver­fassen von Beiträ­gen zu geboten, denn auch wenn es so aussieht, als würde man Nachricht­en anonym versenden, ist man den­noch iden­ti­fizier­bar, sofern man sich — wann auch immer — über ein Net­zw­erk mit dem Inter­net verbindet, über das man gefun­den wer­den kann. Jodel log­gt näm­lich — anders als ibb.infoIPs mit.

In Hin­sicht auf lokale Eilmel­dun­gen kön­nte die App so ein­schla­gen wie Twit­ter es auf lan­desweit­er Ebene mal getan hat. Aber wie es ohne aus­re­ichende Wer­beein­blendun­gen dauer­haft finanziert wer­den kön­nte, das ist noch ein kleines Rät­sel.

Kostenlose Alternativprogramme

Sowohl durch den PRISM-Skan­dal, den die USA ger­ade hat, als auch die Enthül­lung von Sascha Pal­len­berg gestern, dass das Pro­gram Adblock Plus durch die Hin­tertür gezielt Wer­bung ein­streuen will, kommt wieder ein­mal die Frage nach unbeschw­ert­eren Alter­na­tiv­en zu den gängi­gen Marken­pro­duk­ten auf. Eine kleine Auflis­tung:

Betrieb­ssys­tem

Wer nicht ewig an Win­dows hän­gen will, und damit von dessen Preisen für neue Win­dows-Dis­tri­b­u­tio­nen, der sollte sich ein­mal die Lin­ux-Vari­ante Ubun­tu anschauen. Ubun­tu ist inzwis­chen sehr ein­fach gehal­ten, bein­hal­tet diverse Alter­na­tivpro­gramme zu von Win­dows her bekan­nten Pro­gram­men, lässt sich ein­fach instal­lieren und das alleine, neben ein­er Win­dows-Instal­la­tion und inner­halb ein­er Win­dows-Instal­la­tion durch Wubi.

Bild­bear­beitung­spro­gramm

Für viele kleinere Auf­gaben reicht das Pro­gramm Gimp.

Bilder­di­enst

Es gibt eine ganz inter­es­sante, Daten­schutz sicherere Alter­na­tive zu Insta­gram und zwar das Berlin­er Start-Up Eyeem.com.

E-Mail

Von Googles E-Mail-Dienst ist eigentlich abzu­rat­en, nur weni­gen Men­schen, die unheim­lich viele E-Mails bekom­men, ist dieser Dienst ein echter Mehrw­ert. Die Alter­na­tiv­en sind z.B. GMX, Freemail und Web.de, sowie das kosten­lose E-Mail­pro­gramm Thun­der­bird .

Fee­dread­er

Da der Google Read­er ger­ade die Fliege macht, sei emp­fohlen, sich bei den Alter­na­tiv­en umzuse­hen: Feed­ly, the­ol­dread­er, com­mafeed. Die Pro­gramme tun sich nicht viel, da kommt es eher auf den per­sön­lichen Geschmack an.

Internetseite/ Blog

Sowohl als Inter­net­seite, als auch als Blog oder Con­tent-Man­age­ment-Sys­tem für diverse Benutzer lässt sich WordPress.com benutzen. Man kann die Soft­ware auch selb­st instal­lieren, was nicht son­der­lich schw­er, aber etwas aufwändi­ger ist. Eine an Word­Press angelehnte Soft­ware, die im Gegen­satz zu Word­Press aber keine Daten­bank ver­wen­det, ist Flat­Press.

Lokalnachricht­en

Die IVZ macht Anfang Juli den Bezahlvorhang hoch und wird dann nur noch von Abon­nen­ten zu lesen sein, unter news.ibbtown.com gibt es allerd­ings eine Über­sicht divers­er ander­er Nachricht­en­quellen aus Ibben­büren. [ Anmerkung: Die Seite wird von mir betrieben. ]

Mikroblog­ging

Eine Alter­na­tive zu Twit­ter ist app.net, das allerd­ings in sein­er Vol­lver­sion kostenpflichtig, deswe­gen aber auch wer­be­frei ist. Man kann sich allerd­ings auch ein­laden lassen und dann bis zu 40 Leuten fol­gen.

Portable Apps

Diverse kosten­lose Pro­gramme in einem großen Paket, ohne dass dieses fest unter Win­dows instal­liert wer­den muss, gibt es unter PortableApps.com.

Such­mas­chine

Ziem­lich gut als Google- und Bing-Ersatz funk­tion­ieren Startpage.com und Duckduckgo.com, wobei let­zteres noch weniger Wer­bung anzeigt als ersteres. Ganz kommt man nicht um die Google-Suche herum, aber Google weniger zu ver­wen­den ist auch schon mal schön.

Wer­bung­sun­ter­drück­er

Wer nach dem Bericht von Sascha Pal­len­berg nicht mehr Adblock Plus ver­wen­den möchte, weil dieser Dienst Wer­bung durch die Hin­tertür ein­schleust, der kann auf Adblock edge oder Adblock light für Fire­fox oder Adblock für Chrome/Chromi­um/Iron umsteigen. Die genan­nten Brows­er sind alle­samt Alter­na­tiv­en zum Inter­net Explor­er und auch alle­samt als portable Ver­sion unter Win­dows instal­lier­bar. Auf dem Smart­phone kön­nen Android-Nutzer, die einen Root-Zugriff haben das Tool AdAway ver­wen­den.