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Plätze im Sommerlager St. Mauritius frei...

Das Sommerlager von St. Mauritius in Ibbenbüren wird 2019 50 Jahre alt. Und wieder geht es in diesem Jahr nach Fretter. Man kann sich derzeit noch online anmelden, so lan...

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Politik Offener Jugendrat soll Anfang 2019 an den Start gehen (Bezahlschranke) Kinder und Jugendliche sollen in Ibbenbüren mehr Mitspracherecht bekommen. Deshalb soll es ...

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Ich weiß, was du auf Facebook gelesen hast

Die Aktion, dass man über Face­book-Benutzer erfahren wollte, ob andere Face­book-Benutzer einen Namen oder ein Bild ver­wen­den, dass nicht genau der Per­son entspricht, die ihn oder es ver­wen­det, scheint vor­bei zu sein, da kommt eine neue, merk­würdi­ge Funk­tion auf die Benutzer zu:

In Grup­pen wird angezeigt, welche Benutzer Artikel in ein­er Gruppe gele­sen haben. Aber das ist eigentlich schon falsch aus gedrückt. Bei den Face­book-Seit­en ist es schon so, dass dort den Seit­en­be­treibern angezeigt wird, wieviele Per­so­n­en ange­blich einzelne Ein­träge gese­hen hät­ten. Das bedeutet aber nur, dass diese Ein­träge in der Time­line der Benutzer aufge­taucht sind, ob sie gese­hen wor­den sind, bedeutet das ger­ade nicht.

Und eben­so wenig bedeutet die Angabe, ein Bericht sei gele­sen wor­den, dass er gele­sen wor­den ist. Die neue Funk­tion dient also eher der Irri­ta­tion, der Verblendung, der Falschdarstel­lung ein­er Begeben­heit, die Face­book gerne darstellen würde, aber nicht kann. Sie soll wohl dazu dienen, die Benutzer emo­tion­al mehr an Face­book zu binden, aber ob das so klappt? Regen sich bald Leute darüber auf, dass man ange­blich ihren Ein­trag gele­sen, aber nicht mit “Gefällt mir” verse­hen hat?

Benutzer kön­nten sich gen­ervt fühlen, wenn sie von anderen, die diese Darstel­lung Face­books übernehmen, darauf ange­sprochen, das sie ange­blich irgen­det­was gele­sen, sprich erfasst hät­ten.

Jetzt auch online: Der Jugendtreff Püsselbüren

Der Jugendtr­e­ff Püs­sel­büren ist jet­zt auch im Inter­net unter Jugendtreff-Püsselbüren.de zu erre­ichen. Ein­fach mal vor­bei schauen — on- wie offline.

Deckt die Religionsfreiheit Beschneidungen?

Im Blog von Cha­jm Gus­ki geht es in diesem Artikel aus jüdis­ch­er Sicht um die Entschei­dung des Köl­ner Landgerichts, religiöse Beschnei­dun­gen als rechtlich straf­bare Kör­per­ver­let­zung zu sehen. Der Artikel und die Kom­mentare sind sehr inter­es­sant zur Erfas­sung des The­mas.

mehr
Wolf­gang Schmid­bauer: Beschnei­dung ist nicht harm­los
Michael Schmidt: Poli­tik­er wollen Beschnei­dung legal­isieren

Pro Recht auf Beschnei­dung

Der Jour­nal­ist und Jurist Herib­ert Prantl meint, es gin­ge juris­tisch in dieser Sache nicht um das Recht der Reli­gions­frei­heit, son­dern um das elter­liche Sorg­erecht.

Kon­tra Recht auf Beschnei­dung

Han­nah Wet­tig schreibt, religiöse Prak­tiken dürften nicht über das Recht gestellt wer­den.

Facebook macht Jagd auf Pseudonyme

Zum besseren Schutz der eige­nen Per­son habe ich diverse Male darauf hingewiesen, dass man Face­book auch unter einem Pseu­do­nym ver­we­den könne. Dann entstünde zwar auch irgend­wie eine Daten­samm­lung zu dem betr­e­f­fend­en Account, der würde aber nicht dem kor­rek­ten Namen des Nutzers zugeschrieben. Genau da gegen möchte Face­book nun vorge­hen und über­rascht Nutzer ab heute mit ein­er Mit­teilung, über Bekan­nte mitzuteilen, ob der angegebene Name der richtige Name des Nutzers ist.

Wahrschein­lich erhal­ten dann Nutzer, denen von anderen zugeschrieben wird, nicht mit dem richti­gen Namen Face­book zu nutzen, eine Infor­ma­tion, dass sie ihren Namen ändern sollen. So passiert es zumin­d­est bei Google+. Bei Google+ kann man sich aber mit einem ver­meindlich richtig klin­gen­den Namen benen­nen, der­nicht so denun­ziert wer­den kann, wie es bei Face­book vorge­se­hen ist.

Damit ver­stößt man gegen das deutsche Recht von Inter­net­nutzern auf anonyme Nutzung von Tele­di­en­sten. Dieses Recht ist eingeräumt wor­den, weil es möglich ist, dass einem durch öffentliche Äußerun­gen per­sön­liche Nachteile entste­hen, dadurch, dass man iden­ti­fizier­bar ist.

Man sollte weit­er­hin ver­suchen, wenn man will, Face­book unter Pseu­do­ny­men zu nutzen, allein schon, weil es das eigene Recht ist. Wie die Reak­tio­nen auf diesen Vorstoß von Face­book aus­fall­en, wird man sehen.

Der Axel-Springer-Vorstandsvorsitzende zum Leistungsschutzrecht

[audio:http://alternativlos.cdn.as250.net/alternativlos-24.mp3]

Der Vor­standsvor­sitzende des Axel-Springer-Ver­lages, Math­ias Döpfn­er, hat Felix von Leit­ner, bess­er bekan­nt als Fefe, und Frank Rieger ein Inter­view für Alternativlos.org gegeben. Das brisante an diesem Aufeinan­dertr­e­f­fen ist, dass der Axel-Springer-Ver­lag als treibende Kraft der Forderung eines Leis­tungss­chutzrechts gilt. Dies wird öffentlich durch Christoph Keese in seinem ange­blich pri­vat­en Blog und auf twit­ter gemacht.

Anmerkun­gen

  • In diesem Inter­view über­rascht Döpfn­er, indem er sagt, dass Google News gar nicht vom Leis­tungss­chutzrecht betrof­fen ist. Dabei war ger­ade Google News immer bei Befür­wortern des Leis­tungss­chutzrechts das erste Beispiel. Mir ist inzwis­chen völ­lig unklar, was das Leis­tungss­chutzrecht schützen soll, das noch nicht durch das Zita­trecht geschützt wäre. Und wenn der Axep-Springer-Ver­lag nicht gegen kleine Blog­ger oder Face­book-Benutzer vorge­hen will, bedeutet das ja nicht, dass das nicht irgend­je­mand tut, der sich Ver­lag nen­nt.
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  • Döpfn­er meint, dass der Axel-Springer-Ver­lag zu den lib­er­al­sten Zeitungsver­la­gen in Deutsch­land gehört, und man könne auch Leute fra­gen, die für ihn arbeit­en und als kri­tis­che Geis­ter gel­ten. Ich habe vor nicht ein­mal vier Wochen das let­zte Mal mit jeman­dem gesprochen, der von der Bild-Zeitung zu einem kleinen Ver­lag gewech­selt ist. Diese Per­son war über­glück­lich, von dieser Zeitung los­gekom­men zu sein und empfind­et ihre neue Arbeit­sumge­bung allein im Ver­gle­ich zur alten als wohltuend. Für eine ver­ant­wor­tungsvolle Hal­tung bei der Recher­chierung von Bericht­en könne ihrer Mei­n­ung nach bei der Bild-Zeitung keine Rede sein.
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  • Es geht in der Sache übri­gens nicht darum, dass Ver­lage ihre Erzeug­nisse kosten­los zur Ver­fü­gung zu stellen hät­ten, wie Angela Merkel (CDU) und Han­nelore Kraft (SPD) es aus­drück­en, son­dern darum, dass Ver­lage Geld kassieren kön­nen. Ste­fan Nigge­meier drückt das genauer aus:

    Die Ver­lage sind in der Prax­is nicht gegen die Snip­pets. Die Ver­lage wollen, dass Google für die Snip­pets zahlen muss.

    Sie sagen: Google bedi­ent sich ver­boten­er­weise ein­fach an unseren Inhal­ten, ohne dafür zu bezahlen. Das Para­doxe ist nur: Sie kön­nten diesen ange­blichen Miss­brauch ganz leicht ver­hin­dern. Aber sie tun es nicht, weil von diesem ange­blichen Miss­brauch prof­i­tieren.

    Sie wollen, dass Google sie für eine Dien­stleis­tung, die Google ihnen bringt, bezahlt.

Was macht eigentlich eine Demokratie aus?

Die Wochen­zeitung DIE ZEIT hat einen Artikel veröf­fentlicht, dass das man­gel­hafte Wis­sen von Schülern über die DDR, das Dritte Reich und die Bun­desre­pub­lik anprangert: Sie wüßten zu wenig über die Merk­male der Demokratie.

Das soll also das entschei­dende Merk­mal sein: Die Bun­desre­pub­lik war und ist eine Demokratie, die DDR und das Dritte Reich nicht. So ganz überzeugt das nicht, und von einem Artikel, der sich so aus dem Fen­ster lehnt, darf man eigentlich mehr erwarten.

Auf Wikipedie erfährt man, dass es ange­blich wesentliche Merk­male von Demokra­tien gibt. Die Demokratie beze­ich­net klas­sisch ein Mehrheitswahlrecht. Das aber ist prob­lema­tisch. Für den Philosophen Immanuel Kant ist die klas­sis­che Demokratie als Staats­form, d.h. alle Entschei­dun­gen wer­den über Wahlen getätigt, ein Unrechtsstaat. Denn wenn Recht nur das sein kann, was durch eine Mehrheit entsch­ieden wird, würde eine Min­der­heit, die wech­sel­nd sein kann, jed­erzeit diskri­m­iniert.

Kants ide­al­er Staat ist der Rechtsstaat. Heute wird oft­mals unter Demokratie auch der Rechtsstaat ver­standen, es ist aber hil­fre­ich, bei­de Begriffe auseinan­der zu hal­ten. Der Rechtsstaat bei Kant hat seine Berech­ti­gung dadurch, dass er die fol­gerichtige Entsprechung des Recht­sanspruchs der Men­schen darstellt. Kein ein­fach­er Satz.

Hal­ten wir es klein: Nach Kant ist es ein Recht der Men­schen, untere­inan­der zu klären, worauf sie ein Recht haben und worauf nicht. Ein Rechtsstaat ist nach Kant der einzige Staat, durch den dieses Ver­fahren recht­mäßig durchge­set­zt wer­den kann. Warum? Weil der Rechtsstaat auf der Gewal­tenteilung basiert. Und nach Kant entspricht die Gewal­tenteilung auf staatlich­er Ebene dem men­schlichen Denken. Da lasse ich jet­zt so ste­hen, weil selb­st in der Philoso­phie dieser Gedanke Kants kaum ver­standen wor­den ist.

Aber an dieser Stelle sieht man, dass das ganze The­ma zu schwierig ist, als dass man sich ein­fach empören kön­nte, weil Schüler etwas von diesem The­ma nicht ver­standen hät­ten.

Die Gewal­tenteilung ist aber das, was zu allererst in der DDR abgeschafft wurde und was es so auch im Drit­ten Reich nicht gab. So gab es schon vom Staat aus keine Sicher­heit der Men­schen, dass ihr Recht beachtet wird. Im Gegen­teil: Ihre Rechte kon­nten durch den Staat spon­tan bedro­ht wer­den und es gab über­haupt keinen Schutz vor staatlich­er Willkür. Genau deswe­gen waren bei­des Unrechtsstaat­en: Es wurde gar nicht erst ver­sucht die Grun­drechte ihrer Bürg­er kon­sti­tu­tionell zu schützen.

Facebook hat Benutzer-E-Mail-Adressen geändert

Heute Nacht hat Face­book die Benutzer-E-Mail-Adressen in den Pro­filen der Nutzer verän­dert. Jed­er Nutzer hat eine E-Mail-Adresse der Form Nutzername@Facebook.com. Mails, die an diese Adresse geschickt wer­den, lan­den im Face­book-Post­fach der Nutzer. Das Post­fach ist allerd­ings nicht außer­halb von Face­book abruf­bar. Deswe­gen sind diese E-Mail-Adressen auch etwas unnütz.

Die heutige Umstel­lung dient Face­book wohl nur dazu, E-Mails der Benutzer auf wer­berel­e­van­ten Unhalt hin zu unter­suchen.

Und so ändert man die Umstel­lung:

Gehe auf dein eigenes Pro­fil und klicke im Bere­ich, in dem die E-Mail-Adresse angegeben ist, auf ändern. Dort kann man nun seine eigene E-Mail-Adresse als Haup­tkon­tak­tadresse angeben und die Face­book-E-Mail-Adresse als Nebe­nadresse. Man kann auch ein­stellen, dass von außen gar keine E-Mail-Adresse für Kon­tak­te zur Ver­fü­gung ste­ht.

Sind Äußerungen in Facebook nicht privat?

In Ost­west­falen ist ein Angestell­ter gefeuert wor­den, weil er auf Face­book ein Lied ver­linkt hat­te, das kri­tis­che Arbeits­be­din­gun­gen the­ma­tisiert, und sein Chef es als öffentliche Kri­tik seines Unternehmens gew­ertet hat. Irgend­wie dumm, dass der Angestellte mit seinem Chef auf Face­book befre­un­det war.

Am Ende des Artikels kommt eine Infor­ma­tion, die mir so auch noch nicht bewusst war: Ein Gefällt-mir-Klick auf Face­book kann als eine Belei­di­gung gew­ertet wer­den. Insofern kann ich jet­zt mal aufhören zu behaupten, nur in Ameri­ka könne man wegen eines Gefällt-mir-Klicks auf Face­book rechtlich belangt wer­den.

Deswe­gen warnt der Anwalt Chris­t­ian Somel­cke: “Soziale Net­zw­erke sind nicht pri­vat”. Ist also die Beze­ich­nung “Pri­vat­sphäre-Ein­stel­lun­gen” irreführend?

Zumin­d­est kann man seine eige­nen Ein­träge und die geteil­ten Ein­träge ander­er auf eine Nutzer­gruppe beschränken, z.B. “beste Fre­unde”. Diese Ein­träge kön­nen dann nicht in Verbindung mit mir weit­er­ver­bre­it­et wer­den — im Gegen­satz zu nor­malen Ein­trä­gen, deren Sicht­barkeit man über die Pri­vat­sphäre-Ein­stel­lun­gen nicht beschränkt hat.

Gefällt-mir-Klicks aber kann man nicht so leicht beschränken, sie sind meist öffentliche Äußerun­gen, außer wenn der Urhe­ber des Ein­trags die Sicht­barkeit dieses Ein­trages beschränkt hat. Vor­sicht also mit Gefällt-mir-Klicks.

mehr
golem.de: Warum Kinder­bilder nicht in soziale Net­zw­erke gehören

Buchtipp: Alina Bronsky — Scherbenpark

Ali­na Bron­skys Debutro­man han­delt von Sascha, 17, die ein Buch über ihre Mut­ter schreiben will und ihren Stief­vater töten möchte. Diese doch eher merk­würdi­gen Ziele erk­lären sich aus dem Umfeld, in dem sie sich behaupten muss: Sascha ist Immi­gran­tin aus der Sow­je­tu­nion und muss sich im Ghet­to rund um den Scher­ben­park zurecht find­en:

Hier geht es laut, blutig und derb zu. Der Scher­ben­park ist ein Ort der Kol­li­sio­nen. Hier kracht es zwis­chen Ost und West, Män­nern und Frauen, Reich und Arm, Jung und Alt. Hier wird rus­sis­ch­er Pop gespielt und alte Kriegslieder. Nicht wegzu­denken sind Jugendgangs, Gepan­scht­es in Papp­bech­ern, immer wieder ein Schachspiel und der Abreißkalen­der für die ortho­doxe Haus­frau. Hier fliegen Steine und leere Flaschen. Und hier lebt Sascha.

Weil eine Zeitung ihre Geschichte aufn­immt, kommt sie in Kon­takt zum Redak­teur Volk­er und seinem Sohn, zwis­chen denen sie sich hin und her geris­sen fühlt.

Scher­ben­park ist das best­geschrieben­ste, ein­fall­sre­ich­ste, tre­f­fen­ste und humor­voll­ste in deutsch­er Sprache geschriebene Buch der let­zten Jahre, das mir in den Sinn kommt. Eine Mileustudie im sow­jet-deutschen Migranten­mil­lieu, das durch seine tem­pera­mentvolle Erzählweise für Jugendliche und Erwach­sene span­nend ist.

Leseempfehlung: Ab 14 Jahren